top of page

Gedicht im Oktober 

   Seemorgen 

​

Ich sehe nichts

an diesem Morgen

auf meiner Bank am See

nur Nebel

als wollte alles mir

ein Rätsel bleiben. 

 

Verhüllt im Dunst

Birken und Weiden

die Reiher am Ufer,

kein Gleiten der Schwäne

kein Himmel heute

im Spiegel des Wassers. 

 

Stimmen nur leise zu hören

von irgendwoher

eingesponnen

wie Töne im Halbschlaf

als wollte sich die Welt

verlieren in der Ferne. 

 

Ich warte.

Ich ahne, gleich werden

die ersten Schwaden

aufsteigen, werden zaghaft

die Welt freigeben

die Farben, die Laute 

​

Dann sehe ich

die Wolken wandern

sehe ihre Bilder

weiß im See

als wollten sie

mir etwas sagen.

see_mit_bank_nebel_schwarz_weiss.jpeg

Niklas Rahn

Aktuelle Veranstaltungen und sonstiges

​

​

​

bottom of page