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Wieviel bleibt uns noch
Wieviel bleibt uns noch, dir, Erde, zu sagen: Wir sind?
Kaum einer wagt sich noch in deiner Sprache Geheimnis,
An dein dauerndes Werk der Tiefe, das unseren Schrei überhört,
Das uns erschreckt mit fliessendem Feuer und stürmischem Brand,
Bis das Geformte zerbrechend uns mischt mit dem bebenden Grund.
Du hast uns zu Gesandten erwählt ins verwilderte Land,
Wir tragen die Botschaft des Steins an die Stufen des Himmels,
Bis das All verwandelt gehorcht unserer irdischen Hand.
Uns, den Dunklen, hast du Glanz verliehn,
Wir zerbrachen die Druse, gehorchten ihrem Kristall.
Stunde des Aufbruchs, Stunde heilender Blendung,
Spuren des Lichts bleiben beharrlichen Händen,
Das Meer wartet auf neuen Glanz und bewegliche Schiffe,
Lichtet die Anker zu verwandelten Ufern, der Kreis des Glücks
Wird wieder befahren, die Erde gehorcht der himmlischen Geometrie.
Viel bleibt uns dann, dir, Erde, zu sagen: Wir sind,
Wir sind dein Feuer, dein Wasser, deine Verwandlung, dein Wind,
Die Stimmen neuen Tags auf den Orgeln des Basalt,
Stufen, scheinbar endlose Stufen im geschaffenen Rund-
Schale um Schale enthüllt sich lebendiger Grund.
Berthold Daut