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Borkum

Wenn ich atemlos

ankomme, außer mir,

gewährst du mir gleich Asyl.

Der Wind heißt mich willkommen.


Die Möwen schreien und drängen

gleich das Weite zu suchen

am Nordstrand.

Wie einen Blinden führen sie mich hin,

um wieder Sehen zu feiern.


Meersandhimmeldünenlicht

empfängt mich

gibt sich hin meinem gierigen Blick.

Wortlos laß ich mich fallen

in deinen Wind.


Lang muss ich gehen am Wasser

übers Ostland hinaus

bis Schritt für Schritt

diese Weite

Wirklichkeit wird.


Lang muss ich schauen

auf dieses rastlos schäumende

braungraue Grün

bis endlich Woge für Woge

einbricht in mich.


Dann erst

halte ich inne,

atme auf

und ergreife vor mir

die Muschel im Sand.

Niklas Rahn

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